BB Creams

Hier mal ein “kleines” Geheimnis, für eine makellos erscheinende Haut.
Wer sie nicht kennt, die Überschrift lässt es schon vermuten, es geht um BB Creams.
Ich habe lange mit mir gerungen, einen Beitrag dazu zu schreiben, weil ich dachte, inzwischen sollten sich BB Creams auch in Deutschland schon herumgesprochen haben.
Wenn ich mir aber die Gesichter vieler Mädchen und Frauen so anschaue, spricht jedoch einiges dagegen.
Die Haut wird mm-dick zugeschmiert mit Make Ups, die idR 1-2 Töne zu dunkel sind für die Trägerin.
Ich glaube, wie man das richtige Make Up findet, darüber schreib ich demnächst auch noch mal. Das stört mich schon seit Jahren, dass viele gar nicht zu merken scheinen, dass ihr Hals weiß ist, aber ihr Gesicht indischer Herkunft zu sein scheint.
Hier geht es jetzt aber erst mal um BB Creams.

verschiedene sorten bb creamWas sind BB Creams?

BB Creams (BB steht für Blemish Balm) sind eine Art Make Up. jedoch völlig ohne diesen Masken-Effekt.
Witzigerweise haben sie ihren Ursprung in Deutschland, wo sie von Dermatologen entwickelt worden sein sollen, um die Spuren/Folgen von hautschädigenden Behandlungen (z.B. mit Lasern) im Gesicht abzudecken und die Haut darunter besser heilen zu lassen, da sie ebenso eine regenerierende Wirkung hatten.
Warum auch immer, haben sie sich hierzulande nie durchgesetzt. Dafür aber in Asien und dort sind sie in der Kosmetik-Branche absolute Bestseller.

Die meisten BB Creams kommen mit einem sehr hohen LSF und haben zudem oft noch Eigenschaften wie den Whitening-Effekt. Das heißt, eine leicht bleichende Wirkung für die Haut. BB Creams zeichnen sich durch einen hohen Feuchtigkeitsanteil aus, weshalb sie sich für gewöhnlich außerordentlich gut und gleichmäßig verteilen lassen. Natürlich gibt es aber auch hier durch die Vielzahl der Produkte inzwischen gravierende Unterschiede.

Ein weiterer, entscheidender Vorteil der BB Cream ist, dass sie absolut nahtlos mit der Haut verschmilzt. BB Cream zu tragen, ist als hätte man absolut kein Makeup auf der Haut. Es ist vergleichbar mit den in der westlichen Welt erhältlichen getönten Tagescremes, nur dass BB Creams stärker decken und sich eben viel gleichmäßiger verteilen lassen. Außerdem vermischt sich ihre Farbe mit dem eigenen Hautton, so dass sie 100% natürlich aussieht.

Was für BB Creams gibt es?

Durch die inzwischen vielen Hersteller von BB Creams und die Weiterentwicklungen auf dem Markt, gibt inzwischen viele, viele Sorten, die sich oft auf eine bestimmte Wirkung spezialisieren, so dass man für jede Situation, jedes Problem, jede Haut die passende BB Cream für sich finden kann.
Grop lassen sich BB Creams in zwei Sorten unterscheiden: Matt und glänzend.
Je nachdem, was man bevorzugt, enthalten die glänzenden BB Creams kleine Partikel, die die Haut schimmern lassen.
Davon ab, gibt es dann noch Sorten mit eigenen Eigenschaften, die aber in beiden Gruppen (matt und glänzend) zu finden sind.
Einige kommen mit dem, wie oben schon erwähnt, sehr hohem LSF (höchster, den ich bisher gesehen habe war LSF46++!), andere sollen noch mehr Feuchtigkeit spenden, als sie so schon tun. Dann gibt es welche, die decken nur ganz leicht, um den Grundton der Haut gleichmäßiger erscheinen zu lassen, andere hingegen decken sehr stark, um Rötungen oder auch Feuermale abdecken zu können.
Wer immer wieder zwischen reiner und unreiner oder geröteter Haut schwankt, dem empfehle ich eine BB Cream, die schichtweise deckt. Das heißt, sie ist leicht bis mittel stark deckend, deckt aber mit jeder weiteren Schicht stärker.
Der Vorteil dieser Methode ist, dass eine sehr stark deckende BB Cream häufig weniger Feuchtigkeit enthält, also die Haut leicht austrocknen kann, so wie wir das von normalem Makeup kennen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass man wissen muss, wann man aufzuhören hat, bevor man 10 Schichten BB Cream im Gesicht hat, denn dann sieht selbst BB Cream nicht mehr gut aus.

Es gibt also viele, viele Faktoren die absolut für BB Cream sprechen, denn das Ergebnis, welches ich damit erziele, schaffte Jahrelang kein einziges Makeup, ganz zu schweigen davon, dass ich nur äußerst selten eins gefunden habe, dass für meinen Hautton hell genug war, ohne dabei rosa zu sein. ARGH! Wer will schon aussehen wie ein quietschiges Schweinchen?

Allerdings gibt es natürlich auch Nachteile.
Der gravierendste ist wohl, dass BB Creams in Deutschland nicht erhältlich sind. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, werdet ihr sie also in einem ausländischen, meist asiatisch spezialisiertem Online Store kaufen müssen.
Bewährt hat sich da sasa.com, allerdings sind die nicht unbedingt günstig.
Auf der anderen Seite, halten BB Creams ziemlich lange und das Ergebnis lohnt wirklich.
Wer nur mal testen möchte, für kleines Geld, dem empfehle ich als Einstieg die Missha BB Cream in einer Probiergröße (wie ihr sie auf dem Bild oben seht) einfach mal bei eBay zu bestellen. Dort kostet sie 3-4 Euro plus Porto und hält auch schon eine ganze Weile.
Bevor ihr dort aber bestellt solltet ihr noch den zweiten Nachteil kennen:

BB Creams sind auf den Asiatischen Markt abgestimmt. Die meisten Asiaten haben helle bis sehr helle Haut und jene mit etwas dunklerer Haut, sind ständig dabei ihre Haut aufzuhellen. Entsprechend sind BB Creams nur in sehr hellen Tönen (meist insgesamt sogar nur in 1-2 Tönen) erhältlich.
Wer also leicht sonnengebräunte Haut hat, könnte Probleme damit bekommen. Ansonsten bin ich aber der Meinung, dass viele Nordeuropäer trotzdem bedient werden können.

Zum Vergleich:

Die BB Cream von Missha ist eine der BB Creams, die es in drei (ich glaube inzwischen vier) Farben gibt, weshalb sie (neben dem hohen LSF) eine der beliebtesten BB Creams ist). Für Nordeuropäer passend sollten No.21 und No.23 sein.
Ich habe für die Zeit außerhalb des Sommers No.21, das entspricht etwa der Farbe des hellsten Make Ups von Ellen Betrix: Max Faktor Soft Resistent Make Up (könnt ihr so gut in jeder Drogerie testen) – ich meine bei denen heißt die Farbe “Light 1″. Allerdings hat die BB Cream einen leicht geringeren Rosa-Anteil als das Max Faktor Make Up.
Wem Light 1 noch merklich zu dunkel ist, der sollte bei Missha zu No.13 greifen, das ist die hellste Farbe bei denen im Sortiment und entspricht quasi fast weiß :mrgreen:
Wem Light 1 nur ganz leicht zu hell erscheint, der ist mit No.23 gut beraten.
Insgesamt könnt ihr soviel nicht falsch machen, da die BB Cream ja auch mit eurer Hautfarbe verschmilzt.
Wer aber doch merklich dunklere Haut hat (aber trotzdem noch nicht zu gebräunt), da gibt es von Missha noch eine dunklere Nuance, nur deren Nummer weiß ich nicht aus dem Kopf, da ich sie nie gebraucht habe.

Insgesamt lohnt ein Test auf alle Fälle, um die Funktionsweise mal auf der eigenen Haut zu sehen.

Solltet ihr euch für einen Kauf entscheiden, hier noch eine Info:
Erschreckt nicht, wenn ihr die BB Cream aus der Tube drückt – sie wird euch vermutlich erst mal viel zu dunkel erscheinen. Das verstreicht sich aber völlig (ich glaube ich mach irgendwann mal ein Video dazu, falls Interesse besteht). Auch der leichte Graustich verschwindet. Wer ihn nicht mag (je nach Hautton wirkt er vllt. verstärkender) – der kommt durch den hohen LSF. In diesem Fall, solltet ihr zu einer BB Cream mit geringerem LSF greifen.

Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen. Sollten noch Fragen offen sein, ich gebe mein Bestes sie zu beantworten =)

xxx, YM

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