Very Hot Tori Ramen

Bei uns gab es gestern Ramen nach eigenem Rezept. Ramen sind lange, dünne Nudeln und entsprechend der Hauptbestandteil des gleichnamigen Gerichts. Grundlegend war es eher Shoyu-Ramen, da Nik jedoch Sojasauce nicht so mag, wenn sie geschmacklich zu dominant wird, enthielt die Brühe hauptsächlich andere Bestandteile.

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So sieht sie aus.
Und so geht’s:
Ihr braucht viele, viele Zutaten, aber es lohnt sich.
Bitte beachtet: Die Suppe wird wirklich sehr, sehr scharf. Wenn ihr das nicht so gut vertragt (wie ich z.B.), dann seid einfach etwas sparsamer mit dem Chili (^_^)
Abwandlung für Vegetarier/Veganer sind farblich markiert.

Zutatenliste für 2 sehr große Portionen:

Für die Brühe

  • 1½ – 2 Liter Hühnerbrühe (Gemüsebrühe)
  • ½ Stück geriebener Ingwer
  • ½ Karotte, gerieben
  • 3 EL Sojasauce, natriumarm

Für die Ramen Sauce

  • 2 EL Chiliöl
  • 1 TL Chilipulver (gestrichen)
  • 1 TL Fischsauce (weglassen, oder selbst herstellen ⇾ vegane Fischsauce hier oder hier)
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 – 2 TL Sesampaste

Für die Marinade

  • 1 TL Chilipulver (gestrichen)
  • 2 TL brauner Zucker
  • 4 TL Sojasauce (natriumarm)
  • 2 TL Sesamöl
  • 2 TL Chiliöl

weitere Zutaten:

  • Ramen (ersatzweise chinesische Mie Nudeln)
  • 2 Stück Hühnerbrustfilet (Tofu)
  • etwas Öl (Rapsöl oder Sesamöl)
  • 1 Frühlingszwiebel (in Ringe geschnitten)
  • 1 rote Zwiebel (in dünne Scheiben geschnitten)
  • 1 gekochtes Ei (Veganer lassen es weg 😉 )
  • 2 rote Chilischoten (in Ringe geschnitten)
  • 4 EL Mais
  • gerösteter Sesam
  • Nori (in dünne Streifen geschnitten)
  • ½ Karotte, geraspelt
  • 2 Scheiben Naruto (Veganer und Vegetarier lassen es weg, bei Naruto handelt es sich um Fischkuchen – oder siehe unten)

Zubereitung:

•1 Zuerst mariniert ihr das Geflügel (bzw den Tofu). Rührt dazu alle Zutaten für die Marinade in einem kleinen Topf zusammen –  also Chilipulver, Sojasauce, Chili- und Sesamöl und Zucker. Erhitzt die Mischung leicht, damit sich der Zucker besser löst. Rührt dabei gut um, bis der Zucker komplett aufgelöst ist.

marinade in der pfanne Nehmt die Marinade vom Herd und gebt sie in ein sehr flaches Gefäß, wo ihr dann die Hühnerbrust (bzw den Tofu) für ca. 10-15 Minuten einlegen könnt. Wendet das Geflügel/den Tofu dabei mehrmals.

•2 Als nächstes reibt ihr die Karotte und den Ingwer für die Brühe. Gebt beides in einen Topf zusammen mit etwas Sesamöl und schwitzt es ca. 2 Minuten an. Gebt dann die Sojasauce und die 2 Liter Hühnerbrühe (bzw Gemüsebrühe) dazu. Lasst die Brühe anschließend ca. 10 Minuten kochen.

geraspelte karotte und geraspelter ingwer
•3 Während die Brühe kocht, könnt ihr das Ei zubereiten. Stecht mit einer kleinen Nadel ein kleines Loch in die Unterseite des Eis, achtet aber darauf, nicht zu tief reinzustechen. wenige Millimeter reichen. Es geht nur darum, dass die Luft entweichen kann, damit die Schale beim Kochen nicht zerspringt. Füllt einen Topf mit heißem Wasser, legt das Ei hinein und bringt das Wasser zum Kochen. Kocht das Ei ca. 8-9 Minuten (wenn es direkt aus dem Kühlschrank kam). Nehmt den Topf vom Herd und übergießt das Ei mit eiskaltem Wasser. Lasst es vorerst im Wasser abkühlen, geschält wird es später.

•4 Gebt etwas Rapsöl oder Sesamöl in eine Pfanne und erhitzt sie. Legt dann die Hühnerbrust in die Pfanne und bratet sie an – stellt dazu die Temperatur auf mittlere Hitze und deckt die Pfanne mit einem Deckel oder einem Stück Alufolie (einfach auf das Fleisch legen ab). Die Abdeckung und die niedrigere Hitze verhindern, dass das Fleisch austrocknet, während es gart. Wendet das Fleisch regelmäßig alle paar Minuten.

hühnerbrust mariniert und angebraten in einer pfanne
Je nachdem, wie dick die Stücken sind, kann es 15-20 Minuten dauern. Wenn ihr euch nicht sicher seid, schneidet nach Ablauf der Zeit an der dicksten Stelle ins Fleisch und schaut nach, ob es weiß ist. Es darf nicht mehr rot oder rosa (maximal ganz, ganz, ganz hell) sein.
Tofu sollte schneller fertig sein und muss natürlich auch nicht extra gegart werden. Das Anbraten ist hier lediglich für das Aroma entscheidend.

•5 Während das Geflügel/der Tofu gart, könnt ihr eure Brühe durch ein Sieb in einen anderen Topf abgießen. Was im Sieb landet, könnt ihr entsorgen. Die Brühe selbst kommt zurück auf den Herd.

•6 Rührt nun die Mischung für die Ramensauce an. Gebt dazu alle Zutaten (Chiliöl, Chilipulver, Fischsauce, Zucker und Sesampaste) in eine Schüssel und rührt sie zusammen. Die fertige Mischung gebt ihr in die Brühe und kocht diese erneut auf.
Sobald die Brühe kocht, gebt ihr die Nudeln dazu und kocht sie nach Packungsanleitung (meist ~5 Minuten).

•7 Währenddessen schält ihr das Ei und halbiert es. Schneidet dann das fertige Fleisch (bzw den Tofu) in dünne Scheiben.

•8 Stellt zwei große, möglichst flache Schüsseln bereit und füllt sie mit der Hälfte der Brühe. Gebt dann die Ramen (Nudeln) dazu. Garniert die Nudeln anschließend mit allen restlichen Zutaten und gebt die restliche Brühe darüber. Zum Schluss streut ihr die den Sesam. Fertig.

fertiges hot tori ramen
•9 Guten Hunger!

Wie wird es gegessen? Normal isst man die Zutaten einzeln mit Stäbchen und schlürft die Suppe hinterher aus der Schale. Ihr könnt es aber natürlich auch mit Löffel oder Gabel essen. (^_^)

Anmerkungen:

Allgemein ist es jedem selbst überlassen, was er sich über die Nudeln verteilt. Je nach Ramenart, kann man statt des Geflügels natürlich auch Fisch als Thema nehmen und dann beispielsweise Garnelen verwenden, oder man greift zu Sojabohnensprossen, Bambussprossen und Pilzen, auch Chinakohl ist denkbar. Theoretisch sind die Möglichkeiten unendlich und es darf experimentiert werden. In Japan beliebt ist auch Ramen mit einer Brühe, die aus ausgekochten Schweineknochen entsteht.

Naruto:
Naruto ist eigentlich ein Fischkuchen, also wird auch aus Fisch hergestellt und eignet sich daher nicht für vegetarische Gerichte. Es schmeckt leicht nach Fisch und ist aber sehr mild. Wem der Geschmack mehr oder minder egal ist und wer aber trotzdem gerne diesen Blickfang hätte, kann sich mit Reismehl und Rote Bete Saft aushelfen. Einfach etwas Reismehl mit wenig Wasser (Verhältnis steht auf der Verpackung) in einem Topf mischen und gut verrühren – wird sehr, sehr klebrig. Den Teig 2:1 teilen. Anschließend den größeren Teigklumpen mit Kartoffelstärke bestäuben und dick ausrollen. Den zweiten Teigklumpen mit Rote Bete Saft einfärben, ebenfalls mit Stärkemehl bestäuben und dünner ausrollen. Beide Teigplatten aufeinander legen und zusammenrollen, wie Roll Cake. Alles in eine Frischhaltefolie wickeln und ab ins Tiefkühlfach. Wenn der Teig fest ist, dass man ihn gut schneiden kann, eine Scheibe pro Portion abschneiden. Schmeckt mild, jedoch nicht nach Fisch.

xxx, YM

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2 Senfs zu Very Hot Tori Ramen

  1. Ari meint:

    Sieht total lecker aus :) werd ich demnächst vllt mal ausprobieren, vielen Dank für das Rezept :)
    Hast du nochmal Lust zu einer Buchempfehlung? 😀 Genre ist mir egal, allein, dass es die gefällt, macht es doch interessant :)

    • YM meint:

      Danke dir (^__^)
      Momentan habe ich nicht ganz so viel Zeit zum Lesen, aber ich schau mal, wie ich das untergebracht bekomme, dann stelle ich gerne noch ein Buch vor (^_^)

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